Die meisten IVF-„Add-ons“ haben keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit oder sind unbewiesen, so eine Studie
Eine Überprüfung zeigt, dass die Mehrheit der neben der Standard-IVF angebotenen Verfahren nicht durch zuverlässige Belege gestützt wird. Die größte Studie ihrer Art kommt zu dem Schluss, dass die meisten IVF-„Add-on“-Behandlungen, die Menschen in der Hoffnung auf höhere Erfolgschancen bei der Kinderzeugung verkauft werden, nicht auf zuverlässigen Beweisen beruhen, die Fruchtbarkeit nicht steigern und eine komplette Geldverschwendung sein können. Es gibt einen Anstieg an zusätzlichen Verfahren, Medikamenten oder Techniken, die Patienten ergänzend zur Standard-IVF mit kühnen Versprechungen einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit angeboten werden. Die Inanspruchnahme ist weit verbreitet; mehr als 70 % der IVF-Patienten in Großbritannien, Australien und Neuseeland bezahlen für eines oder mehrere Add-ons während der IVF-Behandlung. • Akupunktur – das Stechen dünner Nadeln in bestimmte Körperpunkte. • Kortikosteroide – Medikamente zur Reduzierung von Entzündungen und zur Unterdrückung der Immunaktivität. • Test der endometrialen Rezeptivität – eine Biopsie der Gebärmutterschleimhaut zur Bewertung von Genexpressionsmustern. • Intralipid-Infusion – eine fetthaltige Flüssigkeit, die in die Blutbahn verabreicht wird. • Intraovarielle Injektion von plättchenreichem Plasma – das Injizieren von plättchenreichem Plasma in die Eierstöcke. • Intrauterine Infusion von plättchenreichem Plasma – das Einbringen von plättchenreichem Plasma in die Gebärmutter. • Präimplantationsdiagnostik auf Aneuploidie – ein Screening-Test, um zu prüfen, ob Embryonen die erwartete Anzahl an Chromosomen haben. • EmbryoGlue – ein Medium für den Embryotransfer, das Hyaluronsäure enthält. Die Evidenzprüfung ergab, dass dies die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft und Lebendgeburt erhöhen kann; die Wirkung auf die Lebendgeburtenraten war jedoch nicht robust. • Endometrial Scratching – ein kleiner Eingriff, bei dem die Gebärmutterschleimhaut angeritzt oder gestört wird. Die Überprüfung ergab, dass dies die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft und Lebendgeburt erhöhen kann. • Physiologische intracytoplasmatische Spermieninjektion (PICSI) – eine Technik zur Auswahl von Spermien basierend auf ihrer Fähigkeit, an Hyaluronsäure zu binden. Es gab schwache Belege dafür, dass dies das Risiko einer Fehlgeburt senken könnte. Weiterlesen...
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