US-Iran-Friedensgespräche aufgrund erneuter israelischer Angriffe im Libanon abrupt abgesagt | First Thing
JD Vance kritisierte israelische Gegner des vorgeschlagenen Abkommens scharf, reiste jedoch nicht wie geplant nach Europa. Zudem liefert der 82-jährige Keith Richards immer noch einige der besten Interviewzitate der Stadt.
Guten Morgen. Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Umsetzung eines Friedensabkommens, die heute stattfinden sollten, wurden abrupt abgesagt. Das Weiße Haus erklärte, dass die USA weiterhin darauf hinarbeiten, „technische Gespräche so schnell wie möglich aufzunehmen“. Medien mit Verbindungen zur Hezbollah berichteten, dass Teheran die Entsendung seiner Delegation aufgrund der anhaltenden Militärkampagne Israels im Libanon verzögere.
Die Gespräche sollten im Schweizer Dorf Obbürgen zwei Tage nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) beginnen. Diese eröffnete ein 60-tägiges Zeitfenster für Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen zum iranischen Nuklearprogramm sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Mitte der Straße ist derzeit durch etwa 80 Minen blockiert, die geräumt werden müssen, bevor der normale Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden kann, teilte der unabhängige Tankereigner-Verband mit.
Was passiert im Libanon? Die Hezbollah beschoss israelische Streitkräfte nahe Nabatieh mit mehreren Raketensalven nach israelischem Beschuss. Israel reagierte mit einer Welle von Luftangriffen, bei denen mindestens 18 Menschen getötet und 33 verletzt wurden. Der Iran erklärte, dass Israels Angriffe auf den Libanon als Teil eines Friedensabkommens beendet werden müssen.
Was sagte JD Vance zu den israelischen Kritikern des Abkommens? Mit scharfen Worten erklärte der Vizepräsident: „Donald J Trump ist das einzige Staatsoberhaupt in der gesamten Welt, das zum jetzigen Zeitpunkt dem Staat Israel gegenüber symphatisch gesinnt ist. Wenn ich im Kabinett der israelischen Regierung wäre, würde ich vermutlich nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, der mir noch irgendwo auf der ganzen Welt geblieben ist.“
Warum erinnert Trumps Verwicklung mit dem Iran an die Jahre von Jimmy Carter? In einer exzellenten Analyse erinnert uns Robert Tait daran, dass einer von Trumps ersten politischen Vorstößen darin bestand, den demokratischen Präsidenten während der Geiselkrise im Iran 1980 zu kritisieren. Trump befinde sich nun, so Tait, in einer Position, die der seines Vorgängers unheimlich ähnlich sei – unfähig, den Iran trotz überlegener US-Militärmacht nach seinem Willen zu beugen. Weiterlesen...
Quellen und Zitate
1 QuelleWeitere Nachrichten
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