Der ehemalige Gesundheitsminister erklärt, er habe im Kabinett erfolglos für ein härteres Vorgehen plädiert.
• Die Regierung hat darüber beraten, ob sie dem Beispiel Australiens folgen und ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige einführen oder andere Einschränkungen wählen soll; die Konsultationsfrist endet heute um 23:59 Uhr. • Es wird erwartet, dass Keir Starmer kurz darauf die Antwort der Regierung bekannt gibt, wobei er bereits angekündigt hat, dass Maßnahmen ergriffen werden. • Wes Streeting, der ehemalige Gesundheitsminister, der faktisch eine Führungskampagne führt, hat sich eingemischt und erklärt, ein Verbot für unter 16-Jährige müsse „der Anfang, nicht das Ende“ sein. • Streeting verglich den Big-Tech-Sektor mit der Tabakindustrie und behauptete, dass Führungskräfte von Social-Media-Unternehmen Beweise über den Schaden ihrer Produkte unterdrückt hätten. • Er betonte, dass Whistleblower belegen, dass Plattformen bewusst süchtig machend gestaltet werden, um insbesondere Kinder in jungen Jahren an sich zu binden und ihre Aufmerksamkeit möglichst lange zu halten. • Streeting verwies auf eine „wachsende Beweislast“ bezüglich der negativen Auswirkungen auf Schlaf, Konzentration, Lernen, Gesundheit und das psychische Wohlbefinden von Kindern. • Er kritisierte, dass Gesetzgeber und Regulierungsbehörden weltweit „am Steuer eingeschlafen“ seien und deutete an, dass Keir Starmer bei diesem Thema ebenfalls „hinter der Zeit“ lag. • Er gab zu verstehen, dass er diese Argumente bereits privat in Kabinettsausschüssen vorgebracht und „so stark wie möglich gepusht“ habe, nun aber aufgrund des Wegfalls der kollektiven Verantwortlichkeit öffentlich darüber sprechen könne. • Positiv hervorhob er die Arbeit von Liz Kendall, der Ministerin für Wissenschaft und Technologie, die seit ihrem Amtsantritt im letzten September eine schnelle Konsultation mit dem Fokus auf die Umsetzung statt auf die grundsätzliche Frage der Einschränkungen initiiert habe.
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