Klimarückkopplungen könnten die globale Erwärmung um 30 % verstärken
Eine neue Studie warnt, dass natürliche Klimarückkopplungen die globale Erwärmung um 30 % erhöhen könnten, eine 400 Jahre alte Verbindung der Ozeane schwächt sich ab und ein französischer Obstgarten-Versuch zeigt, dass Solarpaneele Knospen schützen können.
Eine von The Guardian berichtete Studie warnt davor, dass natürliche Klimarückkopplungen die globale Erwärmung um 30 Prozent steigern könnten. Eine zweite, über ScienceDaily veröffentlichte Untersuchung stellt fest, dass eine klimatische Verbindung zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean, die über 400 Jahre bestand, unter der menschengemachten Erwärmung zusammenbricht. Eine dritte Meldung von ScienceBlog.com stammt aus französischen Nektarinenplantagen, wo Solarpaneele in Nächten mit Frostprognosen flach über die Bäume gekippt wurden.
Es handelt sich hierbei um drei separate Arbeiten, nicht um Variationen eines einzigen Experiments, und keine von ihnen beeinflusst die anderen. Was sie gemeinsam haben, ist die Sichtweise auf das Klima als ein System, das reagiert: auf Hitze mit mehr Hitze; auf Erwärmung durch eine Neuanordnung der Art und Weise, wie Hitze und Feuchtigkeit über den Planeten wandern; und im Fall des Obstgartens auf eine rechtzeitig durchgeführte mechanische Intervention.
Die Erwärmung, die nach ihrem eigenen Zeitplan kommt
Die Guardian-Studie befasst sich mit Rückkopplungsschleifen, also Erwärmung, die weitere Emissionen von der Erde selbst auslöst. Als Quellen werden Methan und Kohlendioxid genannt, die aus natürlichen Reservoirs wie tauendem Permafrost und sich erwärmenden Ozeanen freigesetzt werden.
Die mit diesem Ergebnis verbundene Warnung betrifft ebenso sehr den Zeitpunkt wie das Ausmaß. Wenn diese Freisetzungen zur Gesamtsumme beitragen, könnte der Planet kritische Temperaturschwellen schneller erreichen, als aktuelle, auf menschliche Emissionen basierende Modelle vorhersagen. Dieser Satz ist das Argument im Miniaturformat: Modelle für menschengemachte Emissionen verfolgen, was Menschen in die Atmosphäre bringen, während die Studie auf einen zweiten Beitrag hinweist, der vom erwärmten Planeten selbst stammt und nicht von Industrie oder Verkehr.
Wie berichtet, ist die Zahl von 30 Prozent eine Schätzung der zusätzlichen Erwärmung und keine Messung; die Zusammenfassung nennt zudem nicht die Schwellenwerte, auf die sie sich bezieht. Die Behauptung betrifft das Tempo, nicht ein neues Temperaturziel. .