Der Wendepunkt: Was passiert, wenn die Sterbefälle die Geburten übersteigen?
Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer längeren Lebenserwartung und sinkender Geburtenraten betreffen Länder weltweit. Anpassung ist entscheidend. In Japan gibt es mittlerweile Unternehmen, die auf die Reinigung der Wohnungen älterer Menschen spezialisiert sind, die einsam verstorben sind und wochen- oder monatelang unentdeckt blieben, während der Verkauf von Inkontinenzeinlagen für Erwachsene den Absatz von Windeln seit über einem Jahrzehnt übertrifft. In Italien verkaufen entvölkerte Dörfer Häuser für 1 €, um neue Bewohner anzulocken und die Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Im Vereinigten Königreich führen sinkende Schülerzahlen in Teilen Londons bereits zur Schließung von Schulen und Klassenzimmern. Dies sind keine isolierten Kuriositäten, sondern Anzeichen für einen umfassenderen Wandel, der sich in weiten Teilen der entwickelten Welt vollzieht. „In der EU verzeichneten im Jahr 2024 bereits 21 von 27 Ländern mehr Todesfälle als Geburten“, sagte Prof Sarah Harper, die Direktorin des Oxford Institute of Population Ageing. Auch in ganz Asien und Amerika – von Japan und Südkorea bis hin zu Kuba und Uruguay – zeigt sich in vielen Ländern das gleiche Muster. Weiterlesen...
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