Briefing vom Mittwoch: Nach zwei gewaltigen Erdbeben – wie sieht die Realität vor Ort in Venezuela aus?
Im heutigen Newsletter: Ein Land, das bereits seit der Absetzung seines Führers durch die USA Anfang dieses Jahres in der Krise steckt, muss nun einen Weg für den Wiederaufbau finden, während kaum staatliche Präsenz erkennbar ist.Das Beben schien aus dem Nichts zu kommen. In einem Moment, der von Fischern vor der Karibikküste Venezuelas festgehalten wurde, erschütterten zwei Erdbeben im Abstand von nur wenigen Sekunden das Land. In der Aufnahme steigen Staubwolken dort auf, wo einst Gebäude standen, während die Kamera mit dem Wellengang steigt und fällt. Die Männer steuern hastig das Ufer an, um nach ihren Familien zu suchen. „Ich zittere“, sagt der Kameramann.Seit den Beben am vergangenen Mittwoch hat die Suche nach vermissten Angehörigen für zahlreiche Venezolaner nicht aufgehört. Offiziell sind mehr als 1.700 Menschen gestorben. Doch Zehntausende werden weiterhin vermisst: Verzweifelte Verwandte laufen durch Straßen voller Trümmer und eingestürzter Gebäude, halten Fotos derer in den Händen, die sie nicht finden können, und bitten um Hilfe. • Weltnachrichten | Ein Kind wurde in Venezuela aus den Trümmern gerettet, sechs Tage nachdem das Land von verheerenden Zwillingsbeben getroffen wurde. • UK-Politik | Andy Burnham wird in seinem ersten Budget zusätzliche 4,7 Mrd. £ für die Verteidigung aufbringen müssen, nachdem Keir Starmer einen Verteidigungsinvestitionsplan (Dip) in Höhe von 298 Mrd. £ angekündigt hat, ohne vollständig geklärt zu haben, wie dieser finanziert wird. • US-Politik | Der Oberste Gerichtshof der USA hat die verfassungsrechtliche Garantie des Geburtsrechts auf Staatsbürgerschaft (birthright citizenship) bestätigt und bekräftigt, dass fast alle auf US-Boden geborenen Personen amerikanische Staatsbürger sind, womit eine zentrale Säule von Donald Trumps Anti-Einwanderungsagenda abgelehnt wurde. • UK-Nachrichten | Die europäische Mediengruppe Axel Springer hat die Übernahme des Telegraph für 575 Mio. £ abgeschlossen und beendet damit jahrelange Unsicherheit über die zukünftige Eigentumsstruktur der 171 Jahre alten Titel. • US-Nachrichten | Neun Spiele der Gruppenphase der Weltmeisterschaft fanden bei potenziell gefährlicher Hitze und Luftfeuchtigkeit statt, wie eine Analyse des Guardian zeigt. Weiterlesen...
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