Edinburgh International Film Festival präsentiert eine schottische Filmindustrie in Bestform
Das diesjährige Festival wird durch ein starkes Jahr für das schottische Kino befeuert und zeigt, dass es trotz der „vierdimensionalen permanenten Zwickmühle“ globaler Ambitionen florieren kann. • Borges, Ballett und BDSM: Peter Bradshaws 10 Must-See-Filme beim Edinburgh International Film Festival Nachdem der katastrophale Zusammenbruch und die schnelle Wiedergeburt nun ein Trauma sind, das langsam im Rückspiegel verschwindet, kann das Edinburgh International Film Festival seine Ziele wieder höher ansetzen. Neben seiner traditionellen Rolle als Schaufenster für das Beste des aktuellen Weltkinos hat das Festival für 2026 ein Ass im Ärmel: das unbestreitbare Selbstbewusstsein und die auffälligen Erfolge der heimischen Filmindustrie in Schottland. Genau wie Cannes gerne eine beträchtliche Menge Platz für favorisierte französische Regisseure schafft und Sundance es zumindest teilweise als seine Aufgabe sieht, das unabhängige US-Kino zu bewerben, fungiert Edinburgh als Vektor für schottische Filmemacher, um wertvolle Aufmerksamkeit zu gewinnen und ihre Werke einem bedeutenden Festivalpublikum zu präsentieren. Unvermeidlich sind manche Jahre schwieriger als andere, aber die Ausgabe 2026 in Edinburgh fühlt sich stärker an, als es seit Jahren der Fall war. Der Slot der Eröffnungsgala, der traditionell einem lokalen Film vorbehalten ist, ging an „The Incomer“, einer surrealen Komödie mit Domhnall Gleeson, die im hohen Norden Schottlands spielt und Anfang dieses Jahres eine wichtige Auszeichnung beim Sundance Festival erhielt. Zu einer Gruppe starker Filme gehören „Borges and Me“, basierend auf Jay Parinis Memoiren über die Begleitung des Autors Jorge Luis Borges auf einer Reise durch die Highlands; „Sunny Dancer“, eine „Chemo-Camp“-Komödie, die am Loch Lomond gedreht wurde und Bella Ramsay als Teenager zeigt, die mit den Folgen von Krebs kämpft; und „The Education of Jane Cumming“, die außergewöhnliche wahre Lebensgeschichte der Edinburgher Schulleiterin aus dem 19. Jahrhundert, die zu „The Children’s Hour“ inspirierte. Der schottische Künstler Douglas Gordon steht im Mittelpunkt einer neuen Dokumentation, „Douglas Gordon by Douglas Gordon“, während das Scottish Ballet in „These Violent Delights“ auftritt, einem Film, der ihre Tanzversion von Romeo und Julia darstellt. Vergangener Ruhm soll mit einer Screening-Veranstaltung zum 30. Jubiläum des Junkie-Klassikers „Trainspotting“ wiederaufleben (mit dem zusätzlichen Bonus einer Live-Clubnacht inklusive DJ-Set von Irvine Welsh).
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