First Thing: Supreme Court unterstützt Trumps Befugnis, Behördenleiter zu entlassen, urteilt aber gegen ihn bei Briefwahlunterlagen
Die Entscheidung im Fall Rebecca Slaughter hebt jahrzehntelange Präzedenzfälle zur Einschränkung der Exekutivgewalt auf. Zudem: Wie ein Mann acht Tage lang verloren im Pazifik überlebte. Guten Morgen. Gestern hat der US Supreme Court Donald Trump – und allen zukünftigen Präsidenten – die Macht gegeben, Leiter unabhängiger Behörden oder Kommissionen zu entlassen, womit 90 Jahre gerichtliche Präzedenzfälle zur Einschränkung der Exekutivgewalt aufgehoben wurden. Während Trump die Entscheidung auf Truth Social als „großen Sieg“ feierte, kritisierten Arbeitsrechtsvertreter, Gewerkschaften und Verbraucherschutzkorganisationen das Urteil im Fall Trump v Slaughter und warnten vor den langfristigen Auswirkungen auf die Demokratie in den USA. Rebecca Slaughter, die im vergangenen März entlassene Bundeshandelskommissarin, sagte während eines Pressegesprächs, sie sei „zutiefst enttäuscht über die heutige Entscheidung“. Unsere Kolumnistin Moira Donegan erklärt, dass das Urteil des Gerichts die Macht des Kongresses erneut untergraben habe. Was sagen Juristen über das Urteil? Stephen Vladeck, Professor für Recht an der Georgetown University, schrieb: „Man kann es nicht beschönigen. Es ist ein enorm wichtiges Urteil. Es ist ein riesiger Sieg für Trump/die Exekutive. Und es wird massive Auswirkungen auf die Funktionsweise der Regierung haben, lange nachdem Trump nicht mehr im Amt ist.“ Welche anderen Entscheidungen hat das Gericht getroffen? Der Supreme Court entschied gegen die nationalen Republikaner und Trumps Administration und erlaubte, dass Briefwahlunterlagen, die nach dem Wahltag eingehen, gezählt werden dürfen, womit das Gesetz in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten bestätigt wurde. Zudem entschied das Gericht, dass die Verwendung weitreichender Durchsuchungsbeschlüsse durch Strafverfolgungsbehörden, die Smartphone-Standortdaten erfassen, Datenschutzbestimmungen gemäß dem vierten Verfassungszusatz erfordert – ein Erfolg für Kritiker, die diese Praxis als verfassungswidriges Schleppnetz betrachten. Wie reagierten Trump und Carroll? Der US-Präsident schrieb auf Truth Social: „Überraschenderweise hat der Supreme Court die ‚Überprüfung‘ eines Fake-Falls gegen mich abgelehnt“. Roberta Kaplan, Carrolls Anwältin, gab ebenfalls eine Erklärung zu der Entscheidung ab und sagte: „Die heutige Entscheidung des Supreme Court bestätigt ein für alle Mal das einstimmige Urteil der Jury, dass Präsident Donald J. Trump E. Jean Carroll sexuell missbraucht und verleumdet hat.“ Weiterlesen...
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